|
Die Bausubstanz des Lohnhofes diente in seiner langen Geschichte seit dem 11. Jahrhundert nacheinander als Burganlage, Kloster, städtische Verwaltung, Gefängnis und wurde neu mit seinen drei Höfen zum Wohnort, Hotel und Museum. Im innersten Hof, dem ehemaligen Gefängnishof und lange Zeit „verbotenen“ Ort passiert der Museumsbesucher das neue winkelförmige Eingansgebäude zum Museum. Die periphere Wegführung ruft, unterstützt vom ruhigen Wasserbecken, den einstigen Kreuzgang in Erinnerung. In einer langen Bewegung vorbei an der Kasse wird das Treppenhaus erreicht, um hier - erst hier, in der äussersten Ecke - den Besucher in die eigentlichen Museumsräume zu entlassen. Deren Anordnung bleibt auf allen drei Geschossen gleich, gleich nämlich wie die vorgefundene Gefängnistypologie: an einen weiten Korridorraum reihen sich schmale, tiefe Zellen, die über beängstigend enge Durchlässe erreicht werden. Eingelassene Wandvitrinen nehmen in den kleinen Kammern die Exponate auf, im grossen Raum stehen die Objekte dagegen frei in der Mitte.
|